Peloponnesisches Olivenöl ein uraltes Elixier

Peloponnesisches Olivenöl ein uraltes Elixier

Olivenöl gehört zu den charakteristischsten Produkten des Mittelmeerraums und ist ein Synonym für Gesundheit und Wohlbefinden. Die moderne Medizin schreibt Olivenöl beinah „magische“ Eigenschaften zu, weil es zu den wichtigsten Schutzschildern des Organismus gehört. Es ist inzwischen wissenschaftlich erwiesen, dass Menschen, die sich mit Olivenöl ernähren, mehr Wohlbefinden aufweisen und länger und gesünder leben.

Das peloponnesische Olivenöl hat eine jahrhundertealte Geschichte. Es war ein Grundnahrungsmittel im Zeitalter der Mykenischen Kultur, wie die Ausgrabungen im Palast des Nestors in Pano Eglianos zeigen.
Historiker gehen davon aus, dass die Olivenölproduktion in der Klassischen und Hellenistischen Zeit auf Peloponnes kontinuierlich wuchs.

Im 10. Jh. n. Chr. sprechen die historischen Quellen von einem stetigen und signifikanten Anstieg der Kultivierung des Olivenbaums und der Olivenölproduktion auf Peloponnes.

Ab dem 11. Jh., in der Zeit der Blüte der italischen Thalassokratien, waren Koroni und Methoni die Häfen, von denen Händler aus Italien für damalige Verhältnisse bedeutende Olivenölmengen in den Westen exportierten.

Im Jahr 1191 schreibt der englische Reiseerzähler Abt Benedict of Peterborough, dass im Umland von Koroni „die Olivenbäume so zahlreich waren, dass nach meiner Meinung an keinem anderen Ort der Welt soviel Olivenöl vorhanden ist“.

Der letzte Versuch, die Sorten zu ermitteln und kategorisieren, wurde von FAO (1998) unternommen, die 538 zum Verzehr bzw. zur Olivenölproduktion geeignete Olivensorten kategorisierte, mit 1300 Synonymen. Folgende uralte Sorten werden in der Peripherie von Peloponnes angebaut:

  • ARGOLIDA:Ladolia Megaron, Manaki oder Manakolia
  • ARKADIEN: Koroneiki, Matsolia, Manakolia, Megaritiki
  • KORINTH: Koroneiki, Megaritiki, Manakolia
  • LAKONIEN: Athinolia, Asprolia, Koroneiki, Mourtolia
  • MESSENIEN: Koroneiki, Matsolia, Mavrolia

olive-oil-1In Verbindung mit der Bodenbeschaffenheit, dem vorherrschenden Mikroklima der jeweiligen Region und den spezialisierten Anbaumethoden liefert jede einzelne dieser Sorten Olivenöl mit unterschiedlicher Dichte, Fülle von Aroma, Geschmack und farblichen Anteilen, die von einem hellen Blondgelb bis zu einem tiefen Grün variieren können. Obwohl es sich hierbei um eine besondere Sorte handelt, zeichnen sich alle Olivenöle aus Peloponnes für ihre Reinheit und ihren unübertroffenen Nährwert aus.

Der wunderschöne Olivenbaum mit seinen im Sonnenlicht silbrig schimmernden Blättern ist das archetypische Bild von Peloponnes. Der Olivenbaum ist mit der regionalen Tradition und den Legenden und Mythen der Gegend verbunden. Olivenöl und Oliven waren und sind die Grundlage der peloponnesischen Gastronomie sowie der Anbetungs- und Sittenkultur.

Peloponnesische Olivenöle g.U. Der Qualitätssiegel

Olivenöl und Oliven aus Peloponnes nehmen auf der Liste griechischer Produkte mit g.U.- und g.g.A.-Kennzeichnung eine besondere Stellung ein.

Folgende Regionen produzieren auf Peloponnes Olivenöle mit g.U.- und g.g.A.-Kennzeichnung:

  • Lygourio in Asklipios,
  • Κrokees in Lakonien,
  • Petrina in Lakonien,
  • Kranidi in Argolida,
  • Lakonien (als Gesamtregion),
  • Olympia,
  • Kalamata,
  • Phoiniki in Lakonien.

Die Peripherie Peloponnes, zu der die meisten Regionen gehören, die Olivenöle mit g.U.- und g.g.A.-Kennzeichnung produzieren, versucht, die Olivenölproduzenten strategisch zu stärken und dieses hervorragende Produkt zu vermarkten, das einen wirklich unschätzbaren Nährwert hat.

Die Kraft des peloponnesischen Olivenöls.

olive-oil-8Obwohl der biologische Wert und der Nährwert von Olivenöl im Vergleich zu anderen pflanzlichen Ölen höher ist, ist der Kaloriengehalt der gleiche. Hinzu kommt, dass sich die frühere Auffassung geändert hat, Olivenöl sei nicht zum Erhitzen bzw. Braten geeignet, und inzwischen erwiesen ist, dass Olivenöl auch auf diesem Gebiet den übrigen Küchenölen überlegen ist, weil es äußerst resistent gegenüber Wärmebelastungen ist.

Der Nährwert von Olivenöl und Oliven ist angesichts ihres Gehalts an Nährstoffen, die für den menschlichen Organismus wertvoll sind, wie Vitamine, Spurenelemente, Ballaststoffe, Mineralien und einfach ungesättigte Fettsäuren, nicht zu bezweifeln.

Es ist kein Zufall, dass im Hippokrates’ Kodex mehr als sechzig pharmazeutische Anwendungen von Olivenöl aufgeführt sind. Olivenöl ist ein Produkt, das vor Tuberkulose und Rheuma schützt, das Abheilen von Wunden fördert, den Gehalt des schlechten Cholesterols senkt und den Gehalt des guten Cholersterols erhöht erhöht und gleichzeitig ein Schutzschild gegen Krebs und Alterung ist. Darüber hinaus hat Olivenöl einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des zentralen Nervensystems und auf die Entwicklung von Kindern. Es wird vom menschlichen Organismus in einem Maße aufgenommen, das als optimal erachtet wird.

Es sei angemerkt, dass das Lykopen, das in Tomaten, Saubohnen und einigen Gemüsesorten enthalten ist und gesundheitsfördernd ist, nur in Anwesenheit von Olivenöl vom Organismus aufgenommen und zur Leber gelangen kann.

Die Qualität von Olivenöl hängt von seiner Bildung und Entwicklung innerhalb der Frucht am Baum ab, sowie von der Sorte, dem Boden und dem Mikroklima der Region ab – Faktoren, bei denen Peloponnes oben an ist. Auf diese Weise sind die aromatischen und geschmacklichen Merkmale des peloponnesischen Olivenöls, die Spurenelemente und Antioxidantien und weitere Substanzen in für den menschlichen Organismus geeigneten Mengen enthalten.

Kalamata Oliven g.U. die berühmteste Olive der Welt

olive-oil-5Für die meisten Urlauber, die Griechenland besuchen, gehören Oliven aus Kalamata auf jeden Fall zu den Produkten, die sie auf dem Rückweg mit nach Hause nehmen möchten. Sie gehören zu den bekanntesten griechischen Produkten. Kalamata Oliven haben die g.U.-Kennzeichnung, weil ihr besonderer Nährwert inzwischen unbestritten ist.

Kalamata Oliven g.U. stammen von der Sorte „Kalamata Olive“ oder „Kalamon“, bekannt auch als „Nychati Kalamon“ (botanischer Name Olea europaea var. ceraticarpa), die ausschließlich in denjenigen Regionen von Messenien kultiviert wird, die milde Winter und kühle Sommer haben, in Tälern oder auf Hängen, auf tonhaltigen bis steinigen Böden.

Unwiderrufliche Qualitätskriterien sind die Handpflückung (die althergebrachte Art der Pflückung) und die vollständige Reifung, bis die Frucht eine schwarze Farbe annimmt. Die Früchte müssen gesund sein und dürfen keinen Befall von Olivenfliegen oder Rückstände anderer Fremdkörper aufweisen.

Die Extraktion der Bitterstoffe und die weitere Gärung erfolgen durch Eintauchen der Oliven in Salzlake (5% bis 8% Salzgehalt) für mindestens zwei Monate.
Nach zwei Monaten werden die Oliven aus dem Bad genommen und ggf. geritzt – sofern ein geritztes Produkt hergestellt werden soll – und 24 Stunden in klares Wasser gelegt, um ausgespült zu werden und leicht zu säuern.  Hiernach folgt die Abfüllung in Handelsbehälter und deren Füllung mit frischer Salzlake (6% bis 8% Salzgehalt). Abschließend werden jedem Behälter 40 bis 60g Öl hinzugefügt, die notwendig sind, um die Oliven luftdicht zu versiegeln.

Aufgrund der Konsistenz ihrer Textur, ihrer Farbe und generell ihrer organoleptischen Eigenschaften nehmen Kalamata Oliven im Hinblick auf die Qualität weltweit den ersten Platz in der Kategorie der schwarzen Oliven, die natürlich oder künstlich reifen und geritzt oder ungeritzt sind, ein. Die Kalamata Olive ist buchstäblich die Königin unter den essbaren Oliven, die weltweite Anerkennung genießt.