Vostitsa Rosinen die Münze der Sonne

Vostitsa Rosinen die Münze der Sonne

Die besondere schwarze Rosine erhielt 1993 die g.U.-Kennzeichnung. Es handelt sich um ein historisches Anbauprodukt in der Gegend von Aigialeia auf Peloponnes. Die Sorte geht auf das 13. Jh. n.Chr. zurück. Da die wertvolle Frucht der Reben mit natürlichen Methoden unter der wohltuenden Sonne getrocknet wird, stellt sie ein für den Menschen vorzügliches Nahrungsmittel dar, eine Energiemünze.

Der Name Vostitsa ist von der mittelalterlichen Bezeichnung der Ägäis abgeleitet, die in den Quellen als Vostizza erwähnt wird. Diese Tatsache weist darauf hin, dass die Sorte an der gesamten ägäischen Küste bis Korinth kultiviert wird.

Die Geschichte des Weinanbaus im weiteren griechischen Raum ist sehr umfangreich. Die Produkte der Rebe – Wein, Most, Traubensirup und Rosinen – waren die Grundpfeiler der griechischen Ernährung und der weiteren damals existierenden Zivilisation. Dionysos, der Beschützer der Rebe, wurde auf Peloponnes leidenschaftlich verehrt, vielleicht mehr, als in allen anderen griechischen Regionen. Diese typische Trockenfrucht wird bereits in den Texten von Herodot, Platon und Aristoteles als „Astaphida“, „Staphylida“ oder „Staphida“ erwähnt, letztere Bezeichnung wird im Griechischen auch heute benutzt.

Die korinthische Rosine war über viele Jahre die „Lokomotive“ der landwirtschaftlichen Produktion in Griechenland. Der Hafen von Xylokastro besaß Anfang des 20. Jh. einen speziellen Mechanismus im Meer, damit die Schiffe das wertvolle Exportprodukt direkt aufladen konnten. Ganz Peloponnes erlebte durch die Rosine eine wirtschaftliche Blüte. Aber auch in schwierigen Zeiten hat die süße und wertvolle Rosine ganze Generationen stützen können. Die Industriegebäude der landwirtschaftlichen Genossenschaften schmücken mit ihrer imposanten Größe und typischen Architektur noch immer die Städte der Region Korinth.

Die Rosine ist heute ein reines Exportprodukt, das in ganz Europa und vor allem in England sehr geschätzt wird. Der traditionelle britische Teegenuss am Nachmittag wird durch süße Zubereitungen ergänzt, deren Hauptbestandteil die korinthische Rosine ist.

Die modernen Ernährungstrends, denen frühere Gewohnheiten weichen, sprechen der Rosine bedeutende Eigenschaften zu. Der Vitamingehalt, etwa Riboflavin, Thiamin, Vitamin B6, Askorbinsäure und fettlösliche Vitamine, machen die Rosine zu einer reinen und zugleich sehr schmackhaften Nahrungsergänzung, die durch absolut natürliche Verfahren produziert wird. Sie enthält wenig Zucker und keine Fette und ist daher ein starker Verbündeter der gesunden Lebensweise.

Die Rosine passt zu vielen unterschiedlichen Kuchen und Süßspeisen. Das bekannte Rosinenbrot mit dem lockeren Teig ist für die meisten von uns eine geliebte Kindheitserinnerung. Rosinen werden zudem auch vielen Gerichten hinzugegeben und verleihen den Füllungen vieler Festtagsgerichte einen einzigartigen Geschmack, etwa gefüllter Pute, Ziege etc. Mit dem Aroma der Rosine werden Soßen angereichert, die ausgewählte Wildgerichte begleiten, sowie gesunde Haferkekse mit niedrigem Kaloriengehalt, die ideal für ein leichtes Frühstück sind.